Willkommen beim Leistungsspektrum der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

Schwerpunkte der Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Koloproktologie in der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen

Chirurgie von Schilddrüsen, Nebenschilddrüsen und Nebennieren:
In der Spezialsprechstunde werden Befunde mit Ihnen bewertet und die Indikation zur Operation sorgfältig besprochen. Wir führen Eingriffe an der Schilddrüse bei gut- und bösartigen Erkrankungen durch. Neben der Entfernung des erkrankten Gewebes ist das Anliegen, bei Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie die Stimmbandnerven und die nicht erkrankten Nebenschilddrüsen zu schonen. Dies gelingt mithilfe moderner Techniken. Zum Einsatz kommen Lupenbrillen zur besseren Darstellung. Mittels Neuromonitorings kann der Stimmbandnerv überwacht und geschont werden. Zudem kommen schonende Blutstillungsverfahren zum Einsatz.

Das Spektrum der Eingriffe beinhaltet:

  • Teilentfernungen (einseitig) der Schilddrüse (Hemithyreoidektomie)
  • Totalentfernung der Schilddrüse (Totale Thyreoidektomie)
  • Ausräumung von Lymphknotenstationen am Hals bei bösartigen Schilddrüsenerkrankungen (Lymphadenektomie)
  • Entfernung einzelner oder mehrere erkrankter Nebenschilddrüsen bei Überfunktion (Parathyreoidektomie)
  • Entfernung von erkrankten Nebennieren (Adrenalektomie). Hierbei wird entweder in Knopflochtechnik vom Rücken aus (retroperitoneoskopisch) oder vom Bauch aus (laparoskopisch) oder mit einem Schnitt operiert, je nach Befund

Chirurgie bei Refluxkrankheit und des Magens:
Bei Zwerchfellbrüchen und Refluxkrankheit wie auch in der Magenchirurgie werden in der Regel minimalinvasive Operationstechniken angewendet. Es besteht die Möglichkeit, bei der Operation im sogenannten Rendezvous-Verfahren mit der Endoskopie (Spiegelung) Befunde zu sichten, und nach Absprache manche Prozeduren gemeinsam durchzuführen.

Folgende Eingriffe werden durchgeführt:

  • Verschluss des Zwerchfellbruches und Manschettenbildung (Hiatoplastik und Fundoplicatio)
  • Übernähung des Magens und des Zwölffingerdarms bei Durchbruch von Magengeschwüren
  • Teilentfernung des Magens bei gut- und bösartigen Erkrankungen
  • Entfernung des Magens (Gastrektomie) bei bösartigen Erkrankungen
  • Herstellung von Verbindungen zwischen Magen und Dünndarm (Gastroenterostomie)
  • Anlage, Korrektur oder Entfernung von Ernährungssonden (PEG)

Darmchirurgie: 
Hierbei handelt es sich um Eingriffe am Dünn- oder Dickdarm bei gut- oder bösartigen Erkrankungen. Als zertifiziertes Zentrum für minimalinvasive Chirurgie (Schlüsselloch-Technik) werden die meisten dieser Eingriffe in dieser Technik durchgeführt. Die hohe Expertise in der Darmchirurgie wird zudem durch die Zertifizierung als Darmkrebszentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft mit jährlicher Überprüfung im Rahmen von externen Audits bestätigt. Seit Gründung des Darmkrebszentrums im Jahr 2009 konnten wir uns weiterentwickeln und die Qualität durch fortlaufende Zertifizierung unter Beweis stellen.

Folgende Eingriffe werden durchgeführt:

  • Entfernung von Teilen des Dünndarms (Jejunum- und Ileumsegmentresektionen)
  • Entfernung des ganzen oder von Teilen des Dickdarms (vor allem bei bösartigen Erkrankungen, gutartigen/entzündlichen Erkrankungen oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa)
  • Lösung von Verwachsungen (Adhäsiolyse)
  • Entfernung des ganzen oder von Teilen des Mastdarms (Rektumresektion/Rektumexstirpation)
  • Anlage und Aufhebung von künstlichen Darmausgängen (Stomaanlage und Stomarückverlagerung oder Kontinuitätswiederherstellung)
  • Transanale Eingriffe am Mastdarm

Spezielle Koloproktologie im Rahmen der Darmchirurgie: 
Es wird eine spezialisierte Diagnostik, konservative und operative Therapie aller Erkrankungen des Afters, des Dickdarms und des Mastdarms angeboten. Einen Schwerpunkt bildet die Diagnostik, konservative und chirurgische Therapie der Beckenbodeninsuffizienz mit Mastdarm- oder Scheidenvorfall, begleitender Stuhlinkontinenz (Schwäche oder Unfähigkeit den Stuhlgang zu halten) sowie Stuhlentleerungsstörungen. Die Behandlung dieser teilweise komplexen Leiden erfolgt, wenn nötig, interdisziplinär, also in Kooperation mit Gynäkologen, Urologen und Schmerztherapeuten.

Neben den oben aufgeführten Eingriffen im Rahmen der Darmchirurgie werden folgende proktologische Eingriffe durchgeführt:

  • Analabszess Operation
  • Anale Prolapschirurgie
  • Analfistel-Operation
  • Elektrothermische Destruktion (wet shave)
  • Fissur-Operation
  • Gummibandligaturen
  • Hämorrhoiden-Operation
  • Implantation analer Schrittmacher
  • Karydakis Plastik
  • Mariskenexzision
  • minimal invasive Operation Pilonidalsinus
  • Sphinkterrekonstruktion
  • Steißbeinfistel-Operation

Allgemeine Visceralchirurgie: 
Neben den bereits erwähnten Eingriffsbereichen wird unser Spektrum ergänzt durch Eingriffe aus dem Formenkreis der Gallenblase, Gallenwege und Leber. Zudem spielt die Chirurgie der Milz bei gutartigen und bösartigen Erkrankungen und bei Unfällen eine besondere Rolle. Die Eingriffe werden vorwiegend minimalinvasiv durchgeführt. Hierzu zählen:

  • Entfernung der Gallenblase (Cholecystektomie) mit Möglichkeit der Gallengangsrevision
  • Herstellung von Verbindungen zwischen dem Gallengang und dem Darm (biliodigestive Anastomosen)
  • Entfernung von Teilen der Leber (sog. Atypische Leberresektionen)
  • Entfernung von Teilen oder der ganzen Milz
  • Milzerhaltende Operation nach Unfällen mit Milzriss und Blutung
  • Chirurgie der Haut und Hautanhangsgebilden

Hernienchirurgie:
Minimalinvasive/laparoskopische oder offene Versorgung sämtlicher Bauchwand- und Leistenbrüche gehören zu unserem Spektrum. Bei größeren oder komplexen Befunden erfolgen die Eingriffe stationär. Geeignete Fälle werden ambulant operiert. Versorgt werden:

  • Leistenbrüche
  • Schenkelbrüche
  • Nabelbrüche
  • Epigastische Brüche
  • Spieghel’sche Brüche
  • Narbenbrüche

Ambulante Chirurgie:
Bei entsprechenden Diagnosen und vorgesehenen Operationen erfolgt die Vorbereitung in unserer Sprechstunde. Die Eingriffe werden in unserem Ambulanten Operationszentrum (AOZ), in dem sich die Patient*innen am Morgen der Operation einfinden, vorbereitet, operiert und nach dem Eingriff betreut. Die Entlassung erfolgt noch am OP-Tag im Beisein einer Begleitperson.

Folgende Eingriffe werden im ambulanten Operationszentrum durchgeführt:

  • Portanlage, Portkorrektur und Portentfernung (Chemotherapie-,Ernährungszugang über die Vene)
  • Anlage, Korrektur und Entfernung von Dialysekathetern
  • Leistenbruchoperationen
  • Nabelbruchoperationen
  • Operationen von kleinen Narbenbrüchen
  • Schenkelbruchoperationen
  • Entfernung von Lymphknoten (Leiste, Achselhöhle, Hals etc.)
  • Kleine proktologische Operationen (siehe Katalog der proktologischen Operationen)
  • Entfernung von gutartigen Geschwülsten