Eingeführt wurde CARDIO TO GO bereits im Sommer 2023 und ist streng genommen eine Errungenschaft der Corona-Zeit. „Ursprünglich suchte ich nach einer digitalen Variante für die klinikinterne regelmäßige Fortbildung in Zeiten, in denen Präsenzversammlungen nicht möglich waren“, berichtet Dr. Jan Börgel. Bei der Recherche, wie man ein solches Format aufstellen könnte, sei er dann auf die ehrenamtliche Initiative MEDIZIN TO GO gestoßen, eine Plattform mit unterschiedlichen Curricula – von Anästhesie über Psychiatrie bis Unfallchirurgie. „Nach einem ersten Kennenlernen wurde ich gefragt, ob ich den Fachbereich Kardiologie aufbauen möchte. Als kompetenten Partner und Co-Moderator konnte ich meinen Freund Prof. Dr. Hannes Reuter aus Köln gewinnen und dann starteten wir“. Auch die St. Barbara-Klinik hat dieses Projekt von Anfang an tatkräftig unterstützt.
Bei einer hausinternen Lösung ist es allerdings nicht geblieben: Mehr als 40.000 Buchungen hat das Online-Format in den ersten zwei Jahren erreicht – aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Bedeutet also: Für jeden Vortrag melden sich im Schnitt mehr als 1000 Ärztinnen und Ärzte an, Tendenz steigend. „Wie bei uns hat sich auch in anderen Kliniken CARDIO TO GO als interne Fortbildung etabliert“, so Dr. Börgel.
Hochkarätige Dozenten, die Unabhängigkeit von der Industrie, die Schirmherrschaft der deutschen Gesellschaft für Kardiologie und die unkomplizierte, digitale Vergabe der Fortbildungspunkte für Ärzte sind dabei nur einige Punkte, die dieses Fortbildungsformat so erfolgreich machen. Durch die großen Teilnehmerzahlen ist es möglich, die besten Referenten der Kardiologie für Vorträge zu gewinnen: „Mittlerweile reicht in der Regel eine E-Mail für eine Zusage“, berichtet Börgel. Im vergangenen Curriculum haben unter anderem die Präsidenten der deutschen und der europäischen Gesellschaft für Kardiologie referiert. Bemerkenswert ist dabei, dass die Referenten auf jegliche Bezahlung verzichten und ihren Vortrag sogar zweimal halten.
Die Übersichtsthemen richten sich an Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Kardiologie, Innere Medizin, Allgemein- und Notfallmedizin und finden jeden zweiten Dienstag statt. Um möglichst viele Interessenten zu erreichen, werden sie sowohl morgens um 8.00 Uhr als „Cardio-Breakfast-Club“ und abends um 19.30 Uhr als „Kardiologie am Kamin“ präsentiert. Den jeweils 30-minütigen Vorträgen folgt eine 10-minütige Diskussion, an der die Zuhörer per Chat teilnehmen. „Im Februar haben wir zum Beispiel den Präsidenten der deutschen Hypertonie-Gesellschaft, Prof. Prof. h. c. van der Giet von der Charité in Berlin bei CARDIO TO GO als Referenten gewinnen können – auch für unsere klinikinterne Frühfortbildung in der St. Barbara-Klinik. Jeder Assistenzarzt und jede Assistenzärztin der Klinik kann ihm dann direkt Fragen zum Thema stellen“, freut sich Dr. Börgel.
Das aktuelle Programm ist immer auf der Internetseite cardiotogo.de einsehbar. Dort kann man sich auch registrieren und erhält dann regelmäßig per E-Mail einen Newsletter über das neue Programm.



