Anfang 2024 ertastet Sabrina Brösch eine Veränderung an ihrer Brust. Als sie sich im Mai in der Klinik für Brusterkrankungen an der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen vorstellt, bestätigt sich ihr Verdacht: sie hat Brustkrebs.
Im Brustzentrum Hamm fühlt sie sich von Beginn an gut aufgehoben. Oberärztin Ilona Dukse, bespricht die Befunde ausführlich mit ihr und erläutert die verschiedenen Therapiemöglichkeiten. „Ich hatte sofort eine richtig gute Verbindung mit Frau Dukse“, erzählt Sabrina Brösch. „Sie hat mir alles auf Augenhöhe genau so detailliert erklärt, wie ich es wissen wollte, mich ganz transparent in alle Überlegungen mit einbezogen, und dafür gesorgt, dass ich kompetent und aufgeklärt meiner eigenen Erkrankung begegnen kann.“
Als zertifiziertes Brustzentrum bietet die Klinik in Hamm eine spezialisierte Versorgung höchster medizinischer Qualität bei allen Erkrankungen der Brust bei Frauen und Männern. Inzwischen ist Ilona Dukse zudem auch Standortleiterin: seit Beginn des Jahres arbeitet das Team noch enger mit den Brustzentren des St. Franziskus-Hospitals Münster und des Maria-Josef-Hospitals Greven zusammen. Die drei Einrichtungen der St. Franziskus-Stiftung wurden durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe mit der Zertifizierung nach ÄKzert® als gemeinsames Brustzentrum zertifiziert und bilden damit nun das größte Zentrum für die Behandlung von Brusterkrankungen in der Region.
Die enge Kooperation der drei Krankenhäuser ermöglicht einen intensiven fachlichen Austausch zum Wohle der Patientinnen. Während vielerorts spezialisierte Leistungen zunehmend an einzelnen zentralen Standorten gebündelt werden, verfolgt die St. Franziskus-Stiftung mit dem gemeinsamen Brustzentrum bewusst einen anderen Ansatz: „Das große, hochqualifizierte Team ermöglicht es uns, die erforderlichen Kompetenzen und Strukturen an allen drei Standorten vorzuhalten“, erklärt PD Dr. Christian Eichler, Chefarzt der Klinik für Brusterkrankungen im St. Franziskus-Hospital Münster und Leiter des gemeinsamen Brustzentrums. „Damit verbinden wir die Expertise eines leistungsfähigen Zentrums mit einer wohnortnahen Versorgung und persönlicher Betreuung für unsere Patientinnen.“ So können die drei Häuser dank der Kooperation beispielsweise das klinische Studienangebot gemeinsam erweitern und damit mehr Patientinnen die frühzeitige Teilnahme an neuen Therapieformen ermöglichen.
Bei Sabrina Brösch beginnt die Therapie mit einer Kombination aus chemotherapeutischen Medikamenten und einer Antikörpertherapie. Gleichzeitig nimmt die heute 59-Jährige im Rahmen ihrer Behandlung an einer klinischen Studie teil. Im Oktober 2024 wird sie operiert, anschließend soll eine Chemotherapie im Körper verbliebene Krebszellen bekämpfen.
Die erste Chemotherapie verträgt Sabrina Brösch nicht. Die Nebenwirkungen sind heftig. Angst habe sie dennoch nicht gehabt, sagt sie rückblickend: „Ich wusste, es wird sich gekümmert.“ In wöchentlichen, interdisziplinären Tumorkonferenzen beraten Experten verschiedener Fachgebiete gemeinsam über Befunde und Therapieoptionen – vor Ort und standortübergreifend. Gemeinsam mit ihrem Behandlungsteam wird so eine passende Alternative gefunden.
Die ausführliche Aufklärung und die enge Begleitung helfen Frau Brösch, mit der Erkrankung umzugehen. Sie geht weiterhin arbeiten – eine Tätigkeit, die sie erfüllt und ihr guttut. Auch auf ihren Snowboard-Urlaub verzichtet sie nicht. Heute ist die gebürtige Berlinerin krebsfrei. „Wir stehen weiterhin in engem Austausch“, berichtet ihre Ärztin, Frau Dukse. „Derzeit beraten wir uns über eine Rekonstruktion der Brustwarze, die dann in Münster durchgeführt würde.“ Gemeinsam mit ihrer Patientin Frau Brösch geht sie den Weg weiter, ein starkes Team im Rücken.



