Mit 15.000 Euro Förderung durch die Volksbank Hamm Stiftung konnte die St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen ihre Beiträge beim 143. Deutschen Chirurgie Kongress (DCK 2026) in Leipzig realisieren. Unter dem Leitmotiv „Passion, Präzision und Personalisierung“ ist der Kongress eine zentrale Plattform für aktuelle Entwicklungen in der Chirurgie und bringt Fachleute aus Deutschland und dem Ausland zusammen.
Prof. Dr. Christian Ewelt, Chefarzt der Neurochirurgie, referiert über „End of Life Decisions“ – ethisch anspruchsvolle Entscheidungen am Lebensende, wenn kurative Behandlungen nicht mehr aussichtsreich sind. „Es ist für Chirurgen eine große Herausforderung, die Waage zwischen der ehrlichen Kommunikation realistischer Prognosen und den Hoffnungen von Angehörigen sowie Patientinnen und Patienten zu finden“, sagt Prof. Dr. Christian Ewelt. Unter anderem darum wird es in seinem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion gehen.
Eng in Kooperation mit Prof. Ewelt entstand zudem die Studie „Resilienz bei Tumorpatienten“ von Prof. Dr. Sabrina Krauss, Studiengangsleitung an der School of Psychology am SRH-Campus Hamm. Patientinnen und Patienten nehmen an psychologischen Interventionen teil, die Wohlbefinden und psychische Widerstandskraft fördern. Erste Ergebnisse zeigen bereits messbare Verbesserungen, die nun in Leipzig vorgestellt werden. „Die Teilnahme an der Studie ersetzt keine Therapie“, betont sie. „Vielmehr geht es um die Etablierung von Interventionstechniken. Dazu führen wir psychologische Beratungsgespräche und fangen Emotionen auf – drei Mal eine Stunde lang.“ Bereits jetzt zeige sich, dass die Patientinnen und Patienten profitieren: „Wohlbefinden und Resilienz, also die psychische Widerstandsfähigkeit, Krisen, Stress und Rückschläge ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu bewältigen, steigen an. Deshalb wollen wir die Studie noch ausweiten.“
Die Volksbank Hamm Stiftung ermöglicht mit ihrem Engagement nicht nur die Teilnahme der Klinik am Kongress, sondern stärkt auch die regionale Forschung und den direkten Nutzen für Patientinnen und Patienten.
„Als Regionalstiftung liegt uns die Förderung von wissenschaftlicher Forschung am Herzen, die direkt den Menschen vor Ort zugutekommt“, so Markus Dünnebacke, Vorstandsmitglied der Volksbank Hamm Stiftung. „Die Zusammenarbeit mit der St. Barbara-Klinik und der SRH zeigt eindrucksvoll, wie wir lokale Projekte wirksam unterstützen können.“



