„Mit acht Fachärzten für spezielle Viszeralchirurgie sind wir chirurgisch personell optimal aufgestellt. Im Darmkrebszentrum arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten aus Chirurgie, Gastroenterologie, Strahlentherapie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und Humangenetik eng zusammen. Mit acht Fachärzten für spezielle Viszeralchirurgie verfügt das Zentrum zudem über eine hohe chirurgische Expertise. Die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung sorgt für kurze Wege, einen schnellen fachübergreifenden Austausch und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte. Unterstützt wird dieses Konzept durch die enge Zusammenarbeit mit zahlreichen niedergelassenen Facharztpraxen, unter anderem im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) für gastrointestinale Tumoren“, unterstreicht Dr. Lawong und ergänzt: „Die enge intersektorale Zusammenarbeit der Kernkliniken der Allgemein-/Viszeralchirurgie und der Gastroenterologie einschließlich der Gastropraxis an der St. Barbara-Klinik Hamm bieten eine gute Grundlage für eine reibungslose Versorgung.“ „Von den kurzen Wegen profitieren die Patienten, Wartezeiten werden vermieden und die engen Konsultationen zwischen dem Team von Dr. Lawong und mir sorgen für reibungslosen Informationsaustausch“, betont Dr. Ulrich Tappe, Leiter der Gastro-Praxis.
Auch technisch ist das Darmkrebszentrum optimal ausgerüstet. Zu den 3D-Türmen die den Operateuren auf minimalinvasivem Weg einen dreidimensionalen Eindruck vom Operationsgebiet vermitteln, kommt jetzt noch die zusätzliche Präzision, die der neue Da Vinci-Roboter ermöglicht. „Speziell ausgebildete Kollegen operieren hier mit einem System, dessen Arme mehr Gelenkigkeit haben als die menschliche Hand. Sie kommen daher im Operationsgebiet auf minimalem Raum gewebeschonend auch an sehr verwinkelte Stellen– bei bester Sicht und minimalen Schnitten“, so Dr. Lawong.
Für das Audit war das Da Vinci-System noch nicht relevant. Auch so wurde dem Darmkrebszentrum ein sehr guter Gesamteindruckbescheinigt. Besonders hervorgehoben wurden die hohe Motivation sowie die sehr gute Zusammenarbeit aller an Durchführung, Koordination und Dokumentation beteiligten Mitarbeitenden. Sie bilden die Grundlage für den hohen Erfüllungsgrad der fachlichen Anforderungen. Auch die Strukturen des Zentrums wurden als sehr gut geeignet für die Behandlung kolorektaler Karzinome bewertet. Darüber hinaus zeigt die Ergebnisqualität einen sehr hohen Erfüllungsgrad.
Die Diagnose Darmkrebs ist für Betroffene und ihre Angehörigen häufig eine große Belastung. Umso wichtiger ist eine Behandlung, die medizinische Qualität, eingespielte Abläufe und persönliche Begleitung miteinander verbindet. Auch die Zusammenarbeit mit den Haus- und Facharztpraxen vor Ort hilft bei der ganzheitlichen Versorgung der Betroffenen.
„In unserem Zentrum arbeiten wir nach einem Konzept der kurzen Wege unter einem gemeinsamen organisatorischen Dach“, sagt Chefarzt Dr. Ulrich Tappe. „Eine besondere Stärke der St. Barbara-Klinik Hamm GmbH ist, dass ambulante Versorgung und stationäre Behandlung eng miteinander verzahnt sind. Die ambulante Behandlung kann in der Gastro-Praxis Hamm erfolgen.“
Die Deutsche Krebsgesellschaft betont die besondere Bedeutung zertifizierter Zentren: „Zertifizierte Zentren sind zertifizierte Netzwerke aus stationären und ambulanten Einrichtungen, in denen alle an der Behandlung eines Krebspatienten beteiligten Fachrichtungen eng zusammenarbeiten. Neben Chirurgen, Radiologen, Pathologen und Experten für die medikamentöse Tumortherapie und weitere Fachdisziplinen gehören dazu unter anderem auch onkologische Pflegekräfte, Psychoonkologen und Sozialarbeiter.“
Eine optimale Versorgung bei Darmkrebs ist eine wichtige Aufgabe: Jährlich erkranken nach Auskunft der Deutschen Krebshilfe 55.000 Menschen neu an Darmkrebs. Männer sind dabei mit 30.000 Neudiagnosen leicht überrepräsentiert. „Eine frühzeitige Entdeckung etwa durch eine Vorsorgeuntersuchung (Darmspiegelung) erhöht die Chancen auf Behandlungserfolg, denn diese Krebsart macht zunächst keine großen Beschwerden“, betonen die beiden Chefärzte.
Bildunterzeile: Das Team des Darmkrebszentrums Hamm freut sich über die gelungene Rezertifizierung. V.l.n.r. Christian Bettels, Dr. Ulrich Tappe, Dr. Gilbert Ayeni Lawong, Wilma Kosubek und Luis Sangueza Quintanilla. Bildquelle St. Barbara-Klinik Hamm



