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Chronischer Schulterschmerz: Ursachen und Therapiemöglichkeiten

Patientendienstag im St. Josef-Krankenhaus

  • Termin: 19. Februar 2019, 18.00 Uhr
  • Referent: Leitender Oberarzt Dr. med. Walter Skutta, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Sporttraumatologie der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen und des St. Josef-Krankenhauses Hamm-Bockum-Hövel
  • Veranstaltungsort: St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen, Konferenzraum 1 (U-Ebene)
  • Gebühr: der Eintritt ist kostenfrei
  • Anmeldung: nicht erforderlich

Heessener St. Barbara-Klinik gemeinsam mit St. Elisabeth-Hospital Beckum als Alterstraumazentrum zertifiziert

Spezialisten aus Beckum und Hamm brachten das Alterstraumazentrum städteübergreifend auf den Weg: Paulina Romaniuk, Dr. med. Helmut Bülhoff, PD Dr. med. Thomas Vömel, Friso Tiedtke, Julia Nieländer (v.l.n.r.) (Bild: Kerkmann)

Bei älteren Patienten haben Knochenbrüche häufig weitreichende Folgen: lange Krankenhausaufenthalte, Pflegebedürftigkeit und nicht selten können sich die Patienten zumindest übergangsweise nicht mehr selbst versorgen. Vor diesem Hintergrund sind vor allem für  diese Patienten besondere Operationstechniken und Behandlungsmethoden erforderlich.

Um gerade ältere Menschen dementsprechend behandeln zu können, haben die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen und die Fachabteilung für Geriatrie des St. Elisabeth-Hospitals Beckum ein städteübergreifendes Alterstraumazentrum gegründet. Bereits seit drei Jahren besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit der Unfallchirurgen und Geriater der beiden Krankenhäuser, die der St. Franziskus-Stiftung in Münster angehören. Das gemeinsam erarbeitete Konzept wurde jetzt durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert.

Patienten ab einem Alter von 70 Jahren, die in der Unfallchirurgie aufgenommen werden, durchlaufen das sogenannte ISAR-Screening. Bei einem positiven Ergebnis wird der Patient nach den Kriterien des Alterstraumazentrums behandelt.  Dazu gehören beispielsweise spezialisierte Operationsverfahren mit minimalinvasiven Techniken und besondere Implantate, die auch bei Osteoporose einen starken Halt geben. Dadurch wird die Mobilität und Beweglichkeit der Patienten verbessert. Darüber hinaus wird direkt Kontakt mit den Fachärzten der Geriatrie aufgenommen. So profitieren die Patienten bereits während der frühen postoperativen Phase von der geriatrischen Fachkompetenz. Mögliche Komplikationen wie das postoperative Delir können so häufig verhindert werden.

„Zweimal wöchentlich führen wir eine gemeinsame Visite mit einem Facharzt aus der Beckumer Geriatrie durch“, erläutert Dr. Helmut Bülhoff, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie an der St. Barbara-Klinik. „Umgekehrt erhalten die Patienten, die im Anschluss an die operative Versorgung zu Rehabilitationsmaßnahmen nach Beckum verlegt werden, unfallchirurgische Visiten durch uns.“

Und die Zusammenarbeit lohnt sich: Die Kompetenzen aus Unfallchirurgie und Geriatrie, aus der Pflege, Physiotherapie und dem Sozialdienst ergänzen sich zu einem nachweislich besseren Behandlungsergebnis.


St. Barbara-Klinik zum EndoProthetikZentrum ernannt: Wichtige Orientierung für Patienten

Die Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen ist offiziell zum EndoProthetikZentrum ernannt worden. Entwickelt von verschiedenen Fachverbänden ist es das weltweit erste Zertifizierungssystem zur qualitativen Bewertung im Bereich des künstlichen Gelenkersatzes.

Rund 400.000 künstliche Gelenke werden deutschlandweit jährlich implantiert. Um die endoprothetische Versorgung transparenter und ihre Erfolge messbarer zu machen und damit den Patienten eine wichtige Orientierungshilfe zu bieten, wurde auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) ein anspruchsvoller Kriterienkatalog mit fachlichen und organisatorischen Vorgaben erstellt.

Um das Qualitätssiegel zu erhalten müssen Kliniken beispielsweise nachweisen, dass sie Operationen entsprechend häufig durchführen. Auch die Komplikationsrate und die Patientenzufriedenheit fließen in die Bewertung ein. Doch auch die operativen Verfahren müssen die hohen Anforderungen der unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft erfüllen. So sind gewebeschonende und minimalinvasive Operationsmethoden gefordert, die individuell dem Patienten angepasst sind. Eine computergestützte Navigation ermöglicht in der St. Barbara-Klinik eine optimale Positionierung der Implantate, wobei auch Spezial- und Sonderimplantate zum Einsatz kommen.

Wichtiges Bewertungskriterium ist weiterhin die enge Abstimmung zwischen Medizin und Pflege - und die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und externen Kooperationspartnern. Denn neben einer individuellen und differenzierten Diagnose ist es die fachübergreifende Abstimmung der Behandlung, die den Therapieerfolg für den Patienten ausmacht – so mit Fachexperten aus der Radiologie bei der Bildgebung bis hin zur Physiotherapie und dem hauseigenen Sozialdienst. „Durch diesen übergreifenden Ansatz finden die Patienten im EndoProthetikZentrum der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen eine optimale Betreuung und bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung“, ist Dr. Bülhoff, Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und orthopädische Chirurgie, überzeugt.

Im Herbst durch Vertreter der Zertifizierungsgesellschaft ClarCert auditiert, konnten die anspruchsvollen Vorgaben vollständig erfüllt werden. "Um die Versorgung von Patienten noch weiter zu optimieren, arbeiten wir kontinuierlich mit dem Endoprothetikregister Deutschland (EPRD) zusammen“, erläutert Zentrums-Koordinator Bernd Frommke. Dieses Register nimmt bundesweit die Daten der registrierten Implantate über deren gesamte Lebensdauer auf. So erfahren Kliniken auch von Revisionen und Wechseloperationen bei Patienten, die dafür ein anderes Krankenhaus aufgesucht haben. Daneben sind Informationen über die Grunderkrankungen der Patienten und relevante Nebendiagnosen erfasst.

Weitere Informationen unter: www.endoprothesenzentrum.org