Information zu Coronavirus SARS-CoV-2

Was tun bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus?

+++ Bei Verdacht Hausarzt, Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (Tel. 116 117), Bürgertelefon NRW (Tel. 0211-911 910 01) oder Gesundheitsamt anrufen +++

Wenn Sie fürchten, dass Sie sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben könnten, suchen Sie nicht selbständig ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis auf! Melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt, dem Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Rufnummer 116 117 oder dem Gesundheitsamt und erkundigen sich dort über das weitere Vorgehen.

Außerdem können Sie sich unter dem Bürgertelefon des Gesundheitsministeriums Nordrhein-Westfalen (Mo-Fr 8-18 Uhr) unter der Nummer 0211-911 910 01 über das Coronavirus und geeignete Schutzmaßnahmen informieren.

Auch andere Beschwerden ernst nehmen und weiterhin im Notfall die Klinik aufsuchen!

Bereits seit einiger Zeit stellen die Ärzte in den Hammer Kliniken fest, dass sich viele Patienten mit schwerwiegenden Akuterkrankungen wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder akuten Bauchschmerzen viel zu lange Zeit lassen, bevor sie einen Arzt oder die Notaufnahme einer Klinik aufsuchen. Nun rufen die Ärztlichen Direktoren der drei Hammer Akutkliniken St. Marien-Hospital, St. Barbara-Klinik Hamm GmbH und Evangelisches Krankenhaus die Patienten dazu auf, mit akuten Beschwerden nach wie vor einen Arzt oder eine Klinik aufzusuchen.

„Wir bekommen mit, dass viele Bürgerinnen und Bürger Angst haben, im Notfall einen Arzt oder eine Klinik aufzusuchen. Sie machen sich Sorgen, dass sie sich in unseren Räumlichkeiten bei der Akutbehandlung mit dem Corona-Virus infizieren könnten“, schildert Dr. Rainer Löb, Ärztlicher Direktor der Barbara-Klinik seine Erfahrungen der letzten Wochen. „Und aus dieser Angst heraus kommen die Patienten oft erst in weit fortgeschrittenem Stadium ihrer Erkrankung in die Klinik. Zeit ist aber häufig ein Faktor, der eine wichtige Rolle für die weitere Prognose spielt – z.B. bei Herzinfarkten, aber auch bei einer akuten Blinddarmentzündung.“ Auch Prof. Dr. Wolfgang Kamin, Ärztlicher Direktor des EVK und Prof. Dr. Dirk Böcker, Ärztlicher Direktor des St. Marien-Hospitals können diese Beobachtungen bestätigen.

Dabei haben sich alle Akutkliniken gut auf die Trennung der (Notfall-)Patienten in COVID- und NON-COVID-Patienten vorbereitet. „Alle Kliniken haben Bereiche und Prozesse eingerichtet, in und mit denen wir COVID-19-Patienten getrennt von den anderen Akutpatienten versorgen können“, macht Prof. Kamin deutlich. Prof. Böcker bekräftigt: „Die Angst vor einer Ansteckung darf nicht dazu führen, dass Patienten ihre Beschwerden nicht ernst nehmen und erst spät – und dann vielleicht zu spät - ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.“ Daher nochmals der Appell aller drei Ärzte, sich im Akutfall nach wie vor schnellstmöglich in Behandlung zu begeben.

Veranstaltungen und Gottesdienste bis auf Weiteres abgesagt

+++ Sicherheit geht vor: Öffentliche Veranstaltungen sowie Gottesdienste in der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen und im St. Josef-Krankenhaus Hamm-Bockum-Hövel sind bis auf Weiteres im Sinne des vorbeugenden Infektionsschutzes abgesagt +++

Aufgrund des geringen, aber nicht auszuschließenden Risikos, sich bei größeren Veranstaltungen mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, werden bis auf Weiteres alle öffentlichen Veranstaltungen sowie die Gottesdienste an unseren beiden Standorten abgesagt. Dazu zählen auch die regelmäßigen Besichtigungstermine der Geburtshilfe sowie die Treffen aller Selbsthilfegruppen.

Auch die Kurse der Elternschule und des Gesundheitszentrums sowie alle Kurse und Veranstaltungen des Institut für Bildung im Gesundheitswesen sind bis auf weiteres abgesagt.

Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme um einen zusätzlichen Besucherstrom in unserer Klinik zu vermeiden und damit unsere Patientinnen und Patienten sowie unsere Mitarbeitenden zu schützen.

Nachfolgend finden Sie einige zusammengefasste Informationen zum SARS-CoV-2-Virus.
Ausführliche Informationen zur der neuartigen Infektionskrankheit erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Übertragung

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Es wird hauptsächlich durch Tröpfchen, die beim Niesen oder Husten entstehen und eingeatmet werden, übertragen. Indirekt kann das Virus auch über die Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, übertragen werden. 

Symptome

Das Virus verursacht vor allem Infektionen der Atemwege. Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit dem Coronavirus zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

Verdachtsabklärung bei grippeähnlichen Symptomen

Wenn Sie grippeähnliche Symptome haben und in den letzten 14 Tagen in einem der laut Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiete waren oder in dieser Zeit Kontakt zu einer anderen infizierten Person hatten, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren Hausarzt/Hausärztin. Gehen Sie nicht ohne vorherige Ankündigung zum Hausarzt oder ins Krankenhaus, um niemanden im Wartezimmer einer Praxis oder einer Klinik anzustecken. Weisen Sie in dem Telefonat auf Ihren Aufenthalt an dem unter Quarantäne stehenden Ort oder den Kontakt zu einer infizierten Person hin und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Das Aufsuchen der Praxis oder eines Krankenhauses wäre nach Rücksprache mit dem Arzt gegebenenfalls der zweite Schritt.

Wichtig ist: Nicht jeder Patient mit Symptomen einer Erkältung oder Grippe ist an dem Coronavirus erkrankt!

Wenn Sie keine grippeähnlichen Symptome haben, sich aber dennoch Sorgen machen, sich infiziert zu haben, informieren Sie sich zunächst auf den oben genannten Internetseite. Antworten auf häufige Fragen finden Sie auch in dem Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Schutz vor einer Ansteckung

Mit einfachen Maßnahmen können Sie helfen, sich selbst und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Wie bei vielen anderen Infektionskrankheiten gelten auch bei dem Coronavirus als wichtigste Hygienemaßnahmen:

  • Halten Sie ausreichend Abstand von Menschen, die Husten, Schnupfen oder Fieber haben
  • Husten- und Nies-Etikette: Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch – und entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer mit Deckel.
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern – vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.
  • Händehygiene: Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Wasser und Seife – insbesondere nach dem Nase putzen, Niesen oder Husten.

 

Sind die St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen und das St. Josef-Krankenhaus Hamm-Bockum-Hövel auf die Behandlung von Patienten mit SARS-CoV-2 vorbereitet?

Gemäß den deutschlandweit gültigen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes wurden in der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen und im St. Josef-Krankenhaus Hamm-Bockum-Hövel die erforderlichen Vorbereitungen getroffen, um Patienten, die sich möglicherweise infiziert haben, sachgerecht und schnellstmöglich zu diagnostizieren und gegebenenfalls zu behandeln. Im Bedarfsfall würden zudem spezielle Desinfektions- und Isolierungsmaßnahmen getroffen, die zusätzlichen Schutz vor einer Weiterverbreitung des Virus geben. Die St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen und das St. Josef-Krankenhaus Hamm-Bockum-Hövel stehen in engem Kontakt mit dem Kompetenzzentrum für Mikrobiologie und Hygiene. Das Kompetenzzentrum ist umfassend ausgestattet und verfügt u.a. über ein Speziallabor, in dem das Corona-Virus in kurzer Zeit nachgewiesen werden kann.