Herzschrittmacher

Grundsätzliches: Ist die Funktion des natürlichen Taktgebers dem sog. Sinusknoten oder die sog. atrio-ventrikuläre Erregungsleitung (Überleitung des elektrischen Impulses von den Vorhöfen auf die Herzhauptkammern) gestört verlangsamt sich die Herzfrequenz. Dies nennt man Bradykardie. Ein Herzschrittmacher wird implantiert wenn der eigene Herzschlag zu langsam ist, zwischenzeitlich für einige Sekunden komplett aussetzt oder nicht von den Vorhöfen auf die Hauptkammern übergeleitet wird. Es stehen verschiedene Herzschrittmachertypen zur Verfügung, welche je nach Art der zugrundeliegenden Herzrhythmusstörung eingesetzt werden:

-Einkammer-Schrittmacher: Eine Elektrode wird im rechten Vorhof oder häufiger in der rechten Herzhauptkammer eingesetzt.
-Zweikammer-Schrittmacher: Eine Elektrode wird im rechten Vorhof implantiert, eine weitere in der rechten Herzhauptkammer.

Operation: Die Implantation eines Herzschrittmachers ist ein relativ kleiner Eingriff. Unter örtlicher Betäubung setzt der Arzt einen ca. 4 cm langen Schnitt unterhalb des Schlüsselbeins zwischen dem Schulter- und Brustmuskel. Mittels Röntgenkontrolle werden dann über eine Vene je nach System eine oder zwei Elektroden zum Herzen vorgeführt. Wenn die optimale Lage ermittelt wurde werden die Elektroden im Herzen fest verankert und dann mit dem Schrittmacher verbunden. Dann wird der Schrittmacher in eine kleine Hauttasche eingebettet und die Haut wird zugenäht.

Nachsorge: Die Nachsorge kann z.B. beim niedergelassenen Kardiologen oder in der Klinik erfolgen. In der Regel erfolgt die erste Kontrolle ca. 4-6 Wochen nach der Operation, anschließend in der Regel alle 6 Monate. Im Rahmen der Nachsorge kann mithilfe eines gerätespezifischen Abfragekopfes das Gerät abgefragt, kontrolliert und gegebenenfalls individuell umprogrammiert werden.