Ereignisrekorder

Grundsätzliches: Ereignisrekorder eignen sich um verschiedene Herzrhythmusstörungen (zu langsamer Herzschlag, zu schneller Herzschlag, Knotenerkrankungen (Sinus- und AV-Knoten), oder Vorhofflimmern) zu erkennen. Dies kann dem Arzt sehr wichtige Informationen geben, z.B. ob man einen Herzschrittmacher oder etwa einen Defibrillator benötigt. Durchschnittlich hält die Batterie ca. 3 Jahre. Eingesetzt werden Ereignisrekorder vor allem zur Abklärung von unklaren Ohnmachtsanfällen (sogenannten Synkopen) oder dem Arrhythmiemonitoring, das heißt der Überwachung von Herzrhythmusstörungen. Mitunter kann dies dramatische Konsequenzen für den Patienten haben. Zum Beispiel zur weiteren Abklärung nach einem stattgehabten kryptogenen (d.h. aus unklarer Ursache) Schlaganfall. Wird in der Folge z.B. Vorhofflimmern diagnostiziert besteht die Notwendigkeit das Blut zu verdünnen, um so weitere Schlaganfälle zu verhindern.

Operation: Im Rahmen eines kurzen Eingriffes wird in örtlicher Betäubung nach einem kleinen Hautschnitt ein ca. kleinfingergroßes Gerät unter die Haut links neben dem Brustbein eingepflanzt. Anschließend wird die Haut mit einem Faden zugenäht.

Nachsorge: Die Nachsorge kann z.B. beim niedergelassenen Kardiologen oder in der Klinik erfolgen. In der Regel erfolgt die erste Kontrolle nach ca. 4-6 Wochen. Mithilfe eines gerätespezifischen Abfragekopfes kann das Gerät abgefragt und kontrolliert werden. Empfehlenswert sind regelmäßige Kontrollen, z.B.  alle 4 Monate (bei der Überwachung von Herzrhythmusstörungen) bzw. unmittelbar z.B. nach erlittener Ohnmacht. Selbstredend sollte bei akuten Problemen unmittelbar ärztliche Hilfe aufgesucht werden.