Unser gemeinsamer Weg...

Das Entdecken einer auffälligen Veränderung in der Brust durch Ertasten, Mammographie oder Ultraschall bringt für jede Frau Ängste und Verunsicherung mit sich.

Wir möchten Sie ermutigen, den Befund zügig abklären zu lassen. Das heißt zunächst Klarheit darüber zu schaffen, ob die Auffälligkeit gut- oder bösartig ist. Es gilt der Grundsatz: Je früher eine Brustkrebserkrankung erkannt und therapiert wird, desto schonender kann behandelt werden und desto besser ist die Prognose (die Heilungsraten bei Brustkrebs sind heute erfreulich hoch).

 

 

  1. Der erste Schritt ist, dass Sie oder Ihr Frauenarzt einen Termin bei uns im Brustzentrum Hamm vereinbaren. Im Folgenden geben wir Ihnen einen ersten Überblick über den weiteren Behandlungsweg.
  2. Die Abklärung einer auffälligen Veränderung in der Brust beginnt mit einem ambulanten Termin in unserer Brustsprechstunde. Es erfolgen Beratung, Ultraschall, (ggf. Mammographie), Stanzbiopsie (es wird mittels feiner Nadel eine kleine Probe aus dem Tumor entnommen und diese mikroskopisch untersucht).
  3. Wenn die Veränderung bösartig ist, vereinbaren wir einen Termin zur Aufnahme im Brustzentrum der St. Barbara-Klinik, vorstationär oder ggf. schon stationär. Es erfolgen zunächst umfassende Diagnostik, Beratungen und die Therapieplanung. Brustkrebserkrankungen zeichnen sich durch hohe Typenvielfalt mit unterschiedlicher Tumorbiologie aus.
  4. Wir setzen dieses Wissen in moderne Therapiekonzepte um: Liegen alle Untersuchungsergebnisse vor, werden die Befunde von uns in der Tumorkonferenz diskutiert und das Therapiekonzept festgelegt.
  5. Diese Empfehlung besprechen wir mit Ihnen und stimmen das weitere Vorgehen mit Ihren persönlichen Bedürfnissen und Wünschen ab. Auf diesem Weg wird zusammen mit Ihnen die für Sie individuell optimale Behandlung erarbeitet.
  6. Danach erst beginnt die Therapie: z. B. die Operation der Brust (ggf. kombiniert mit intraoperativer Bestrahlung) oder zunächst eine vorgeschaltete Chemotherapie.

Entgegen Ihrer Vorstellung erfolgt also nach der Klinik-Aufnahme meist nicht als erste Maßnahme die Brustoperation.

Zu Ihrer Beruhigung können wir Ihnen versichern, dass sich die Heilungschance dadurch nicht verschlechtert. Im Gegenteil: Sie profitieren in jedem Fall von einem modernen, unter Experten abgestimmten Therapiekonzept. In besonderen Fällen kann Ihnen ggf. auch die Behandlung in einer Therapiestudie angeboten werden. So können Sie möglicherweise schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt von Therapieneuerungen profitieren.

Neben Operation und Chemotherapie sind weitere mögliche Behandlungsbausteine die Strahlentherapie, Antikörpertherapie und Antihormontherapie. Im Sinne einer vernetzten Behandlung werden Therapieabschnitte jeweils übergeleitet.