Freitag, 25.09.2015 Aktuelles*PressemeldungenAktuellesPressemeldungen

St. Barbara-Klinik bildet in der HSHL Ersthelfer aus

Handeln statt zögern: Das Team aus der St. Barbara-Klinik zeigte, wie man bei einem Herzstillstand schnelle Hilfe leistet.

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ vom 19. bis 26.9.2015 führte die Heessener St. Barbara-Klinik gemeinsam mit der Hochschule Hamm-Lippstadt jetzt einen Aktionstag unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ im Hörsaalgebäude auf dem Campus Hamm durch.

Es kann Jeden treffen: Ein plötzlicher Herzstillstand mitten auf der Straße, in der Uni oder auf dem Fußballplatz. Da ist sofortige Hilfe lebensrettend! „Durch das Reanimationstraining an unserem Aktionstag konnten wir dazu beitragen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen und Hemmschwellen abzubauen.“, zieht Dr. Bernhard Eßer, Leitender Oberarzt der Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin der St. Barbara- Klinik, ein positives Fazit.

Mit dem öffentlichen Reanimationstraining auf dem Campus setzten das Krankenhaus und die Hochschule ein Zeichen: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten! Die Hemmschwelle zu helfen, ist jedoch leider immer noch hoch. „In Deutschland haben wir bisher nur Raten von um die drei Prozent Ersthelfern. Da sind uns andere Länder weit voraus“, weiß Eßer. „Man kann nichts falsch machen! Der einzige Fehler ist nichts zu tun.“

Die Mund-zu-Mund-Beatmung, vor der sich viele ekeln, ist bei der Wiederbelebung zweitrangig: Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Durch eine regelmäßig stattfindende „Woche der Wiederbelebung“ können wir sicherlich dazu beitragen, die Wiederbelebungsquote in Deutschland zu erhöhen“.

Die Aktion hat auf jeden Fall das Bewusstsein der Studierenden für Erste Hilfe geschärft und zum Handeln im Notfall motiviert. So sind sich auch zwei Studentinnen einig: „Es ist gar nicht so schwer, wie man es sich immer vorstellt und bestmöglich zu helfen, ist besser als gar nichts zu tun.“