Freitag, 02.10.2015 Aktuelles*Pressemeldungen

Gut informiert die eigene Entscheidung treffen: St. Barbara-Klinik setzt neuen Expertinnenstandard zur natürlichen Geburt um

Schwangerschaft und Geburt bringen bei den meisten Frauen viele Fragen und Unsicherheiten mit sich. In der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen informieren die Hebammen Schwangere seit Kurzem in einer neuen Sprechstunde, um Ängste abzubauen und den werdenden Müttern ein positives Erleben der Geburt zu ermöglichen.

Das positive Erleben der Geburt steht im Mittelpunkt des neuen Expertinnenstandards, den das Team von Anne Brack, Leitende Hebamme, und Dr. Hermann Wiebringhaus, Chefarzt der Geburtshilfe an der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen seit Kurzem umsetzen.

„Ich bin schwanger!“ – Glück und Hoffnung, aber auch viele Fragen sind mit diesem Satz verbunden. Ist mit meinem Kind alles in Ordnung? Wie verändern Schwangerschaft und Geburt meinen Körper? Welche Form der Geburt ist für mich richtig? Trotz dieser Unsicherheiten wünschen sich viele Frauen, ihr Kind auf natürlichem Wege auf die Welt zu bringen. Mit einem neuen Expertinnenstandard, der vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) und dem Verbund Hebammenforschung erarbeitet worden ist, sollen schwangere Frauen bei der Entscheidungsfindung unterstützt werden, um gemeinsam mit Hebammen und Ärzten den für sich richtigen Geburtsweg zu finden. Im Vordergrund steht vor allem das positive Erleben dieses ganz persönlichen Moments.

In der Abteilung für Geburtshilfe an der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen integriert das Team aus Hebammen und Ärzten seit Kurzem diesen Standard in die tägliche Arbeit. „Wir erleben häufig, dass Frauen sich bereits zu Beginn der Schwangerschaft unsicher sind – Kaiserschnitt oder natürliche Geburt? Dabei spielen Ängste und Sorgen rund um Ablauf der Geburt eine große Rolle“, weiß Anne Brack, Leitende Hebamme im Kreißsaal der St. Barbara-Klinik, aus langjähriger Erfahrung. „Wir möchten den Frauen durch Information und Beratung Hilfestellung anbieten, um die natürliche Geburt zu fördern und ein positives Geburtserleben zu schaffen.“

In der neuen Sprechstunde, die an der Barbara-Klinik angeboten wird, können schwangere Frauen ab der 24. Schwangerschaftswoche ihre Fragen persönlich mit einer Hebamme besprechen und ihre Bedürfnisse äußern. Die Hebammen können der werdenden Mutter dann schon im Vorfeld die Möglichkeiten der Unterstützung während der Geburt aufzeigen. So können gerade die individuellen Vorstellungen auch später bei Geburt mit berücksichtigt und unbegründete Sorgen frühzeitig ausgeräumt werden. Während der Geburt steht dann eine individuelle und partnerschaftliche Gestaltung im Vordergrund, so dass die Frauen die Geburt aktiv mit gestalten. „Uns ist wichtig, dass die Frauen selbst aktiv mitentscheiden, was ihnen während der Geburt gut tut und wo auch Grenzen erreicht sind. Wir als Hebammen geben natürlich jede Hilfestellung, die förderlich ist.“

Auch Dr. Hermann Wiebringhaus, Chefarzt der geburtshilflichen Abteilung an der Heessener Klinik fördert aktiv das neue Angebot: „Jede schwangere Frau, bei der keine medizinischen Bedenken bestehen, sollte die Möglichkeit haben auf natürlichem Wege zu entbinden. Daher ist der Weg, den die Hebammen bei uns gehen - die Frauen zu informieren und eng zu begleiten - absolut richtig.“ Natürlich sei bei einigen Frauen ein Kaiserschnitt aus unterschiedlichen Gründen nicht zu umgehen und auch dann stehe das Beratungsangebot der Hebammen offen. „Im Kern geht es wirklich darum, dass die Frauen ihre Unsicherheit ablegen und mit einem positiven Gefühl die Geburt erleben können.“

Das Angebot der Hebammen steht allen schwangeren Frauen ab der 24. Schwangerschaftswoche zur Verfügung. Anmeldung und Terminvereinbarung im Kreißsaal unter 02381 681-1330 oder abrack(at)barbaraklinik.de. Weitere Informationen auch unter www.barbaraklinik.de.