Mittwoch, 09.09.2015 Aktuelles*Pressemeldungen

Expertentreffen in der St. Barbara-Klinik

Medizinische Experten mehrerer deutscher Hilfsorganisationen und Behörden trafen sich jetzt unter Federführung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen, um über spezielle Fragen der Katastrophenmedizin zu beraten.

Medizinische Experten mehrerer deutscher Hilfsorganisationen und Behörden berieten über spezielle Fragen der Katastrophenmedizin.

Die Fachleute bilden die Arbeitsgruppe Medizin der sogenannten Medizinischen Task Force (MTF) des Bundesministeriums des Inneren, die sich derzeit mit dem Aufbau von bundesweit 61 medizinischen Spezialeinheiten befasst. Diese sollen künftig bundesweit flächendeckend die bereits regulären Helfer des Katastrophenschutzes und Sanitätsdienstes bei Großschadens- und Katastrophenfällen, aber auch beispielsweise bei Großveranstaltungen medizinisch unterstützen und ergänzen. Die Task Force wird dabei vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gesteuert.

„Im Kern geht es darum, im Katastrophenfall eine voll funktionsfähige autonome medizinische Versorgung an jedem Ort in Deutschland einrichten zu können, auch dann, wenn die Infrastruktur schwer beschädigt oder zerstört ist. So können einen große Zahl verletzter oder erkrankter Menschen versorgt und die Rettungs- und Hilfsdienste vor Ort durch die Task Force unterstützt werden“, erklärt Dr. Rainer Löb, Ärztlicher Direktor der St. Barbara-Klinik und Mitglied der Arbeitsgruppe. In seiner Funktion als Bundesarzt der Malteser hat Löb umfangreiche und langjährige Erfahrung mit großen Sanitätseinsätzen und schneller Hilfe im Not- und Katastrophenfall.

Bislang werden Aufbau und Einsatz an zwei Pilotstandorten in Hessen und Rheinland-Pfalz erprobt. Die Fachgruppe, die sich jetzt in der St. Barbara-Klinik traf, beriet schwerpunktmäßig über die Verfahren bei der Versorgung von Verletzten, die mit gefährlichen Stoffen in Kontakt gekommen sind.