Donnerstag, 23.03.2017 PressemeldungenPressemeldungen

7. Adipositastag am 01. April 2017

"Genuss, Gewohnheit, Sucht – Wodurch entsteht Adipositas?"

Seit Anfang 2016 ist Priv.-Doz. Dr. Ansgar Röhrborn als Chefarzt im Department Oberbauch- und Endokrine Chirurgie, Adipositaszentrum in der St. Barbara-Klinik Hamm GmbH tätig. Bereits letztes Jahr haben er und sein Team, bestehend aus Oberarzt Dr. Markus Gellenbeck, Adipositaskoordinatorin Stefanie Wittek-Wunderlich und Sekretärin Simone Suikat den ersten Adipositastag im St. Josef-Krankenhaus veranstaltet.

Das Department hat sich am neuen Standort hervorragend etabliert und kann im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Eingriffszahlen um 50 Prozent vorweisen. Adipositas und ihre Folgekrankheiten sind weiterhin ein gesundheitliches und gesellschaftliches Problem, welches einer breit aufgestellten Beratung und Therapie bedarf.

Der Adipositastag in diesem Jahr findet am Samstag, dem 01. April 2017 von 10 bis 16:30 Uhr auf der Ebene 3 im St. Josef-Krankenhaus Bockum-Hövel statt. Thematisch folgt der Tag dem Motto „Genuss, Gewohnheit, Sucht – Wodurch entsteht Adipositas?“. Wichtig für die Patienten sind neben der ärztlichen Betreuung auch der Austausch und die Aktivitäten der verschiedenen Selbsthilfegruppen. Somit stehen nicht ausschließlich informative Vorträge rund um das Thema Adipositas auf dem Programm, sondern auch die Vorstellung und Information durch eben diese Selbsthilfegruppen.

Das Vortragsprogramm wird aufgrund der großen Nachfrage im vergangenen Jahr gleich zwei Mal angeboten (ab 10 und ab 14 Uhr). So wird das Thema Adipositas hier aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Sabine Altendorf, psychologische Psychotherapeutin, beginnt mit einem Vortrag über die Entstehung von Adipositas. Welche Rolle spielen Genuss, Gewohnheit oder Sucht bei der Entstehung der Adipositas?
Priv.-Doz. Dr. Ansgar Röhrborn erläutert im Anschluss, inwiefern eine Operation die Störungen, die zur Adipositas führen, behandeln kann.
„Von der Salzkartoffel zur Chipstüte“ – beschreibt den Wandel unserer Ernährung von einfachen zu hochgradig industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln? Diese Entwicklung möchte Dr. Markus Gellenbeck den Zuhörern in seiner Präsentation genauer erläutern.
Nach einer kurzen Pause fährt Stefanie Wittek-Wunderlich fort. Das besondere an Frau Wittek-Wunderlich: Sie ist nicht nur Koordinatorin des Adipositaszentrums, Ernährungsberaterin und Leiterin diverser Selbsthilfegruppen, sondern war auch selbst einmal Patientin im Adipositaszentrum. Gerade diese Mischung macht es ihr möglich, auf besondere Art und Weise mit den Patienten umzugehen. (Nicht nur) aus eigener Erfahrung möchte Sie berichten, was Patienten ein Jahr nach einer Adipositas-Operation essen dürfen, wollen und können.
Auch das Thema Medikation spielt eine wichtige Rolle in der Vortragsreihe. Unter dem Titel „Nehmen die Pillen kein Ende? Vom Medikament zur Nahrungsergänzung“ möchte Referent Dr. Matthias Bohle aus internistischer/diabetologischer Sichtweise darstellen, wie sich das Gesundheitsverhalten nach einer solchen Operation ändern muss.
Nach einer Operation stellt sich eine weitere Frage: Wie geht es jetzt weiter? Muss ich mit dem überschüssigen Gewebe leben? Auch hier gibt es operative Möglichkeiten, die Dr. Irina Herren, plastische Chirurgin aus dem St. Marien-Hospital Lüdinghausen näher erläutert.

Zusätzlich zum jährlich stattfindenden Adipositastag bietet das Department Arzt-Patienten-Seminare an. Dies sind Informationsveranstaltungen als Einstieg in die Betreuung durch das Adipositaszentrum. Termine und weitere Informationen finden Sie hier.