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Minimal-invasive Techniken oder auch minimal-invasive Chirurgie (MIC) genannt
Diese relativ junge Sparte in der chirurgischen Therapie ist ursprünglich von Gynäkologen entwickelt worden. Seit etwa 20 Jahren hat sich die minimal-invasive Chirurgie auch in anderen Sparten der Medizin etabliert. Auf Grund der langjährigen Erfahrung im Bereich der Gynäkologie hat sich die St. Barbara-Klinik auf dem Gebiet der MIC besonders engagiert. Sämtliche Operationen werden über eine Videokette am Großbildschirm verfolgt. Es stehen 2 komplette Videosysteme zur Verfügung.
Voraussetzung für ein erfolgreiches Operieren im Bereich der MIC ist ein modernes Equipment, was jährlich Innovationen erfährt.
Folgende Operationen werden schwerpunktmäßig in der Gynäkologie der St. Barbara-Klinik durchgeführt:
Sämtliche Routineeingriffe an den Eileitern und den Eierstöcken werden nahezu ausschließlich endoskopisch vorgenommen.
Schwerpunktmäßig werden seit Anfang 1998 die laparoskopische Gebärmutter-Entfernung angewandt, entweder kombiniert mit Komplett-Entfernung des Organs auf vaginalem Wege oder rein laparoskopisch unter Belassung des Gebärmutterhalsstumpfes. Gerade letztere Operationsmethode ist eine sehr schonende Behandlungsmöglichkeit, da hierbei die wesentlichen bindegewebigen Strukturen des Beckenbodens einer Frau nicht zerstört werden. Trotz des minimalen Zuganges können auch sehr große Organteile, wie eine Gebärmuttervergrößerung bis 1000 g, auf laparoskopischen Wege entfernt werden. Hierzu stehen spezialisierte Verkleinerungsinstrumente zur Verfügung.
Ein weiterer Schwerpunkt stellt die operative Therapie innerhalb der Gebärmutterhöhle dar (hysteroskopische Operation), vor allen Dingen bei Blutungsstörungen, aber auch bei genetischen Veränderungen des Organs (Anlagestörungen) sowie bei Vorliegen von Muskelknoten unterhalb der Gebärmutterschleimhaut. In allen genannten Gründen kann durch einen endoskopischen Zugang über den Gebärmutterhals unter Erhaltung der Gebärmutter das Leiden entsprechend behoben werden. Bewährt hat sich hierbei vor allen Dingen die Abtragung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumresektion) als Alternative zur Entfernung der Gebärmutter bei starken Blutungen oder sehr schmerzhaften Blutungen.
Noch sehr jung, aber schon an der St. Barbara-Klinik etabliert, ist die endoskopische Entfernung der Achsellymphknoten bei Brustkrebs, welche in frühen Stadien durchaus in der Zukunft eine Standard-Methode darstellen könnte. Auch hier steht die Miniaturisierung des Zugangsweges und damit die minimale Schädigung der Patientin im Vordergrund des Interesses.
Noch im Stadium der Prüfung befindet sich ein Verfahren, beim Brustkrebs die notwendige Achsellymphknoten-Entfernung einzusparen: Die "Wächter-Lymphknoten"-Entfernung (sentinel-lymph-mode). Wir nehmen an einer bundesweiten Studie teil und hoffen, bald vielen Patienten dieses Verfahren routinemäßig als Standard anbieten zu können.


