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Genitale Krebserkrankungen
Die genitalen Krebserkrankungen, hier insbesondere der Gebärmutterhalskrebs, stellte früher die häufigste Krebserkrankung der Frau dar. Durch entsprechende Vorsorgeuntersuchungen, wie z.B. den Gebärmutterhalsabstrich im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchung der Frau, konnte allerdings die Häufigkeit der fortgeschrittenen Gebärmutterhalskrebsarten erheblich reduziert werden. Diese Krebsform stellt, wie auch die anderen Krebsformen des weiblichen Genital (Gebärmutterkörperkrebs, Eierstockkrebs, Scheiden - und Scheideneingang-Krebs) heute nur noch einen kleinen Teil der gynäkologischen Krebserkrankungen dar (den Hauptanteil macht der Brustkrebs aus mit über 70 % der gynäkologischen bösartigen Erkrankungen).
Die Entwicklung der letzten Jahre ist gekennzeichnet durch ein streng individualisiertes, stadiengerechtes operatives Vorgehen. So hat sich auch hier die St. Barbara-Klinik zum Ziel gesetzt, möglichst schonend und teilweise auch organerhaltend durch die chirurgische Therapie eine Heilung zu erreichen, was in den allermeisten Fällen möglich ist. Sollten aber im Einzelfall fortgeschrittenere Stadien vorliegen, was insbesondere beim Eierstockkrebs häufig der Fall ist, so sind wiederum radikal-chirurgische Vorgehensweisen dringend notwendig. Hierbei ist oft eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Bauchchirurgen und den Urologen notwendig, da Organsysteme außerhalb des Genitales wie Darm, Harnleiter und Blase ebenfalls mitbetroffen sein können.
Auf Grund einer außerordentlich guten interdisziplinären Zusammenarbeit in der St. Barbara-Klinik mit den o.g. Abteilungen werden hier auch große und radikal-chirurgische Eingriffe erfolgreich durchgeführt.
Bei solchen sehr großen und langdauernden Eingriffen ist eine entsprechende qualitative Versorgung durch die Anästhesie-Abteilung des Hauses gewährleistet und gegeben. Mehrtägige Aufenthalte auf der Intensiv-Station sind dabei nötig und begünstigen den Heilungsverlauf.
Wie auch bei der Behandlung des Brustkrebses, so stehen auch hier neben der rein schulmedizinischen Betreuung psychologische und sozialmedizinische Hilfen zur Verfügung (Psycho-Onkologie, sozialer Dienst).
Falls erforderlich, werden notwendige medikamentöse Nachbehandlungen, teilweise im Rahmen internationaler Studien, routinemäßig durchgeführt.


